Pamphlet

Wir konstatieren, dass der Postfordismus, der in Folge von Transformationen der klassischen kapitalistischen Verwertungsstrategien zu Privatisierung von Gemeinwohl und zur Vermarktung von Naturressourcen und geistigen Ressourcen geführt und damit eine komplette Durchökonomisierung unserer Lebenswelt erreicht hat, den Höhepunkt des Erträglichen im Zuge der späten 2010er Jahre erreicht haben wird.

An diesem Höhepunkt wird sich – endlich – großflächiger Widerstand formiert haben werden. Zunächst unmerklich und abgeschieden in kleinen privaten Zirkeln, in denen das theoretische Fundament erdacht worden sein wird, wird der Widerstand begonnen haben, langsam sichtbar zu werden. Im Namen der Ehre und gegen (Selbst-)Ausbeutung werden sich Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen erhoben haben werden. Sie werden nicht länger auf Kosten anderer Menschen gelebt haben wollen. Nicht allein ihre Wut, ihr Unbehagen oder ihr Idealismus wird sie vereint haben werden – sie werden sich in ihrem Ehrempfinden als Bürger_innen unserer Gesellschaft, unserer marktkonformen Demokratie, verletzt gefühlt haben werden. Sie werden nicht länger mit der Scham und der Schande gelebt haben wollen, verantwortlich zu sein für eine Welt, die den Menschen nicht ehrt, sondern den Mammon. Mit ihren anachronistischen Begriffen werden sie sich gegen eine Sprach- und Lebenswelt gewehrt haben werden, die sich die Euphorismen des Marktes angeeignet hat und damit ihre Bürger_innen unterdrückt.

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